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Land und Leute
Mallorca ist mit 3’640 km2 die grösste der vier bewohnten Balearen­inseln (die kleineren sind Ibiza, Men­orca, Formentera). Die Insel zählt 650’000 Ein­wohner, von denen über die Hälfte in der Haupt­stadt Palma lebt. Staatsreligion ist die römisch-katholische Konfession. Das Strassen­netz ist hervorragend ausgebaut und beschildert, der Verkehr ist vor ­allem um Palma sehr dicht. Das Busnetz ist gut ausgebaut und kann von Touris­ten bequem zu Tagesbesuchen in der Hauptstadt benutzt werden. Auskünfte über Fahrzeiten sind an der Hotelrezeption erhältlich. Fast alle Ort­schaf­ten haben einmal pro Woche Markttag. Der Besuch dieser pittoresken Märkte lohnt sich.

Sprache
Auf Mallorca werden Kastillianisch (Spanisch) und Mallorqui, ein katalanischer Dialekt, der stark an das provenzalische Fran­zösisch angelehnt ist, gesprochen. Seit der weitgehenden Auto­nomie der ­Pro­vinz Balearen (1983) sind auch sämtliche Strassen- und Ortsnamen auf Mallor­qui abgeändert worden. In den Uni­ver­sal-Hotels und den Ferien­orten sprechen viele Einwohner auch Deutsch, Englisch und Französisch.

Bewegte Geschichte
Wegen seiner strategisch wichtigen Lage war Mallorca schon vor 2000 Jahren umkämpft. Phönizier, Griechen, Römer, Vandalen und Araber hinterliessen ihre Spuren. 1129 wurde Mallorca für 150 Jahre selbständiges König­reich und anschliessend dem spanischen Königreich einverleibt. Von den ständigen Piratenüberfällen zeugen die zahllosen Wach­türme der Küste entlang. Der österreichische Erzherzog Ludwig Salvator, ein passionierter Naturforscher, verbrachte viele Jahre auf Mallorca. Seine Publikation «Die Balearen in Wort und Bild» (1890) ist ein Standardwerk geblieben. Sein Reitweg in den Bergen ist eine beliebte Wanderung geworden.

Wirtschaft
Der wichtigste Wirtschaftssektor ist der Dienst­leistungsbereich, bestehend aus Hotel­lerie, Gastronomie und Transport. Weitere ­Er­zeug­nisse sind Lederwaren, Schuhe, Kunst­perlen, Möbel und Glas­produkte. Die Land­­wirt­schaft – früher wurden in grossem Stil Oliven, Orangen, Wein und Mandeln exportiert – ist bedeutungslos geworden.

Nebenkosten und Souvenirs
Mit dem Eintritt Spaniens in die EU und der Einführung des Euro haben sich die Preise dem mitteleuropäischen Standard in etwa ange­glichen. Immer wieder bieten sich aber Ge­le­genheiten für günstige Einkäufe oder sogar für ein Schnäppchen. Beliebt sind Schuhe und Lederbekleidung, Glasbläserarbeiten, Ton­ge­schirr, die urtümlichen Terracotta-Pfeifen «Siurell», Kunstperlen aus Manacor sowie Schuhe und Brieftaschen aus Leder.

Einkaufstipp: Lederwaren
Wenn sie Leder suchen, ist Inca "Ihre" Stadt! Inca ist bekannt für die Produktion von hochwertigen Lederwaren, die von hier aus in die ganze Welt exportiert werden. Schäppchenjäger finden in den Fabrik-Outlets Ledertschen, Mäntel, Hosen, Schuhe, Accesoires etc. zu sehr attraktiven Preisen. Zu erreichen ist Inca von Palma aus über die Autobahn MA-13.